Unternehmensnachfolge

Menschliche Nachfolgeberatung mit Mut zur Offenheit Wie die Übergabe gelingt – im Alltag genauso wie auf dem Papier!

Eine Unternehmensnachfolge ist weit mehr als eine finanzielle, steuerliche oder rechtliche Transaktion. Entscheidend für ihren Erfolg ist, ob Übergebende, Nachfolgende und Unternehmen bereit sind, Verantwortung, Vertrauen und Führung neu zu ordnen. Bei Allevia begleiten wir unsere Kunden ganzheitlich und menschlich bei diesem Entwicklungsprozess. Mit Mut zur Offenheit für aktive Zukunftsgestaltung!

Was in der Praxis oft passiert:

Die Finanzierung steht. Die Übergabe ist formal geregelt. Die Nachfolgeperson übernimmt.

Trotzdem gerät die Übergabe ins Stocken: Die bisherige Unternehmensleitung entscheidet weiterhin mit. Mitarbeitende und Kunden wissen nicht, an wen sie sich halten sollen. Und die Nachfolgeperson kann ihre Rolle nicht wirklich übernehmen.
Was auf dem Papier geklärt scheint, ist im Alltag noch lange nicht gelöst.

Diese Situation ist keine Ausnahme. Nachfolgen scheitern selten an unzureichenden Verträgen oder an der Finanzierung. Sie geraten ins Stocken, weil Erwartungen, Rollen und Zukunftsvorstellungen nicht geklärt sind – bei der übergebenden Person, bei der Nachfolgeperson und im Unternehmen selbst.
Die Folgen zeigen sich oft erst nach der Unterschrift: verunsicherte Mitarbeitende, zögerliche Kund:innen, eine Nachfolgeperson, die nicht wirklich ankommt. Erkennen Sie diese Themen mit uns frühzeitig und ersparen Sie sich, allen Beteiligten und dem Unternehmen viel.

Was tun, wenn der Unternehmenserfolg von der scheidenden Führungsperson abhängt?

Das Thema betrifft weit mehr Betriebe, als man zunächst denkt:
Gemäss der Nachfolgestudie 2026 der Universität St. Gallen und der UBS steht bis Ende 2030 in fast 168’000 Schweizer KMU eine Eigentumsübergabe an. Bei 76 Prozent von ihnen hängt der Unternehmenserfolg stark an der Führungsperson. Ein Risikofaktor, den wir mit unserem Workshop «Nachfolge kompakt» deutlich entschärfen.

Eine tragfähige Nachfolge verbindet fünf Fragen:

  • Ist die bisherige Inhaberschaft wirklich bereit zu übergeben?
  • Ist die Nachfolgeperson bereit, Verantwortung auf eigene Weise zu übernehmen?
  • Ist das Unternehmen so weit, auch ohne die bisherige Führung zu funktionieren?
  • Wie gestalten alle Beteiligten den Übergang gemeinsam?
  • Und: Wie gelingt es, die neue Führungs- und Verantwortungsordnung nachhaltig in der Organisation zu verankern?

Diese fünf Fragen betreffen grosse Betriebe genauso wie kleine. Gerade in KMU und familiengeführten Unternehmen hängt besonders viel an einzelnen Personen. Ihre Beantwortung erfordert zudem Mut zur Offenheit.
Denn eine gelingende Übergabe beginnt mit Klarheit – bei den Menschen und im Unternehmen.

Fünf Bausteine auf dem Weg zur gelingenden Nachfolge

Von der ersten inneren Klärung bis zum eingespielten Alltag ergeben sich aus diesen fünf Fragen fünf aufeinander aufbauende Bausteine. Unabhängig davon, ob die Nachfolgeperson aus der Familie, aus der Geschäftsleitung (Management-Buy-out) oder von aussen (Management-Buy-in) kommt.
Mit unserem ½-Tages-Workshop «Nachfolge kompakt» erhalten Sie einen Überblick über mögliche Stolpersteine und Lösungsansätze und eine erste Standortbestimmung auf Ihrem Entwicklungsprozess hin zur erfolgreichen Nachfolge:

1. Der Inhaber: Ein Lebenswerk loslassen

«Bin ich wirklich bereit, mein Lebenswerk loszulassen?» Für viele Inhaber ist der Betrieb weit mehr als ein Geschäft. Er ist Lebensleistung, Identität und ein über Jahre gewachsenes Beziehungsnetz. Hier geht es darum, ehrlich hinzuschauen: Was soll erhalten bleiben? Was darf sich verändern? Und was braucht die übergebende Person selbst, um Verantwortung wirklich abzugeben, statt sie nur formal zu übertragen? Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir eine geklärte, tragfähige Grundlage für die nächsten Schritte – und oft auch ein erstes Bild der eigenen Zukunft nach der Übergabe.

2. Der Nachfolger: Mut zur Haltung

«Will und kann ich dieses Unternehmen auf meine eigene Weise führen?» Nachfolgende übernehmen mehr als eine Funktion. Sie müssen Ihre eigene Rolle als Unternehmer finden. Dabei geht es um die eigene Motivation, das Führungsverständnis sowie den Mut, eigene Vorstellungen einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Unser Workshop begleitet Sie auf dem Weg zu einer eigenen, glaubwürdigen Haltung als künftige Führungsperson, die auch Mitarbeitende und Kunden spüren.

3. Das Unternehmen: Abhängigkeiten erkennen

«Ist unser Betrieb schon bereit, ohne den bisherigen Chef zu funktionieren?» In vielen Familienunternehmen und KMU hängen Wissen, Kunden- und Lieferantenkontakte sowie Entscheidungen stark an einer Person. Bei unserer ehrlichen Standortbestimmung machen wir gemeinsam mit Ihnen sichtbar, wo diese Abhängigkeiten liegen und wo der Betrieb bereits eigenständig läuft. Ergebnis ist ein klares Bild davon, welche Themen vor der eigentlichen Übergabe noch anzugehen sind.

4. Die Balance: Bewahren und erneuern

«Wie gestalten wir die Übergabe?» Gemeinsam entwickeln wir mit Ihnen ein tragfähiges Bild der Zukunft und gestalten den Weg von der heutigen zur künftigen Ordnung. Dabei geht es neben der Übergabe von Eigentum auch um die Übergabe von Verantwortung, Vertrauen, Beziehungen, Kultur und Wissen. Hierbei sind unterschiedliche Vorstellungen normal – etwa zwischen Bewahren und Erneuern, zwischen Loslassen und Kontrolle. Wir besprechen diese offen und ausbalanciert. Es gilt, gemeinsam zu klären, wer welche Rolle übernimmt, wie Mitarbeitende, Kunden und weitere wichtige Personen informiert werden, und wie Vertrauen in die neue Führung wachsen kann.

5. Die neue Ordnung: Reibungspunkte frühzeitig erkennen

«Wie gelingt es, die neue Führungs- und Verantwortungsordnung nachhaltig im Unternehmen zu leben?» Mitarbeitende, Kunden und Lieferanten brauchen Zeit und Orientierung, um der neuen Führung zu vertrauen. Und die neue Führung braucht Zeit, in ihre Rolle hineinzuwachsen. Begleitete Standortbestimmungen nach etwa drei, sechs und zwölf Monaten helfen, Reibungspunkte früh zu erkennen, Rollen nachzuschärfen und die neue Ordnung im Alltag wirklich stabil zu machen.

Die menschliche Seite der Nachfolge

Zusammengefasst versteht unsere Nachfolgeberatung «Nachfolge kompakt» Unternehmensnachfolge als einen Entwicklungsprozess, an dem mehrere Menschen mit unterschiedlichen Sichtweisen beteiligt sind: Übergebende, Nachfolgende, Mitarbeitende, mitunter Familie und weitere Stakeholder. In begleiteten Einzelgesprächen, Standortbestimmungen und moderierten Workshops mit mehreren Beteiligten greifen wir die oben beschriebenen Themen auf. Gemeinsam erarbeiten wir Lösungen, die im Alltag wirklich tragen. Die systemische Beratung ersetzt keine Steuer- und Rechtsberatung. Sie ergänzt sie um die menschliche und organisatorische Seite!

Wer sich frühzeitig und ehrlich mit den fünf Fragen auf dem Weg zu einer gelingenden Unternehmensnachfolge auseinandersetzt, gewinnt Klarheit, Optionen und Sicherheit. Für sich selbst, für die Nachfolgeperson und für das Unternehmen.

Genau hier setzt der Workshop «Nachfolge kompakt» an: eine erste Standortbestimmung für die eigene Nachfolgesituation – praxisnah und im Austausch mit anderen Unternehmern, die vor einer ähnlichen Situation stehen.

Nachfolge kompakt

Standortbestimmung, Zukunft, nächste Schritte.

Halbtages-Workshop für Inhaber, Gesellschafterinnen und Nachfolgende von KMU – ob Familiennachfolge, Management-Buy-out oder externe Übernahme.

Das nehmen Sie mit:

  • Klarheit über Ihre eigene Nachfolgesituation
  • Zukunftsbilder und konkrete nächste Schritte
  • Austausch mit anderen Unternehmern in vergleichbarer Lage


Wann?

  1. November 2026 oder 28. Januar 2027 · 08.30–13.30 Uhr
    Parkhotel Winterthur · inkl. Stehlunch


CHF 490.– pro Person · Plätze begrenzt

Antonella Mussoi

Mediatorin, systemische Organisationsberaterin, Coach, HR-Fachfrau

www.allevia.ch

Sabine Müller

Mediatorin, systemische Organisationsberaterin, Coach, Rechtsanwältin

www.sabinemueller.org

Interesse am Workshop «Nachfolge kompakt»? Melden Sie sich gerne bei uns!

Montag bis Freitag von
8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr